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DIE KULTUR IN KNOSSOS
Vor ca. 4500 blühte die Minoische Kultur in Knossos auf der griechischen
Insel Kreta. Knossos war zu der Zeit vermutlich die größte und
mächtigste von mehreren Zentren im östlichen Mittelmeergebiet
.
Der enorme Palast Labyrinth war der Sitz der Herrscher und gleichzeitig der zentrale Punkt
im politischen und ökonomischen Leben Knossos. Ekstasische Kultfeste
und farbenfrohe religiöse Zeremonien wurden hier abgehalten.
Der Name Labyrinth leitet sich her vom Wort labrys, ein altes kretisches Wort für doppelschneidige Axt. Der Name
des Palastes, Labyrinth, heißt also eigentlich "Doppelaxt Haus".
In Knossos hat man in Stein gehauene Bilder von doppelschneidigen
Äxten gefunden. Es ist bekannt, daß doppelschneidige Äxte eine
große Rolle in der minoischen Kultur spielten und ein Symbol für
Macht waren. Bei Ausgrabungen im Knossos-Palast hat man unter
anderem eine Wandmalerei einer reich ausgestatteten Frau gefunden,
welche in ihren beiden Händen je eine Doppelaxt hielt.
Das Doppelaxt-Haus und die Frau mit den doppelschneidigen Äxten
repräsentierten nur einige von den Symbolen, Mächten und Vorstellungen
in der minoischen Gesellschaft. Religion und Riten waren ein integrierter
Teil der gesamten minoischen Kultur. |
 
Doppelaxt auf einem Stierkopf von Mykonos, Griechenland
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